Nimm dir Essen mit, wir gehen ins Internet.

Ich habs verkackt. Die letzten Wochen hielt kein aufgeklappter Laptop Nachtwache an oder in meinem Bett. Nicht aufgepasst, da ging mir das Internet futsch. Klaus zog zu mir und teilte Leid. Wir teilten es mit, denn wir übten uns nicht in Abstinenz, sondern suchten Asyl. Bei Freundinnen im Helmut-Kohl-Haus. In Nachbarschaft der Unikatze, neben dem Kaffeeautomaten. Auf dem blanken Holzboden in Klaus’ altem Zimmer. Wir schlagen uns so durch. Bis morgen (heute); zwischen 12 und 16 Uhr kommt der Techniker. (Ihn mit Blütenkonfetti empfangen!) Es werden wieder Kuscheldecken zwischen unseren Bäuchen und den Lüftern unserer Babys klemmen. Es wird wieder gemütlich. Und jetzt ein bisschen bebildertes Seufzen:

Es ginge hier auch ein Essay über Entzug, darüber, warum das hier keine Sucht ist, über Entbehrungen und ihren Zauber, über konzenriertes Arbeiten und was Badewannen damit zu tun haben, über das Internet als (begrenzte) Ressource oder als realliferäumlichen Ort, über Indieweltgehen und Inderweltsein, über Internetvideointimitäten (if you get what I mean), über das Leben mit einer Smartphoneattrappe und noch viel mehr anderen Quatsch, aber ich habe dafür keine Zeit. Ich muss Internet nachholen.

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